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Bericht über das Fahrtraining vom 20.05.12

 

Schwerpunkt Dressur: Fahren von Hufschlagfiguren, Hilfengebung

 

Dieses Mal wollten wir uns eingehend mit dem Fahren von Hufschlagfiguren und deren Hilfengebung beschäftigen. 

Die einzelnen Lektionen oder auch Hufschlagfiguren genannt, haben wir beim ersten Fahrtraining in die Lösungsphase und die Arbeitsphase eingeteilt. Jede Lektion kann unterschiedlich verändert werden, so dass sie in der Ausführung von einer einfachen Lektion der Lösungsphase in eine schwere Lektion der Arbeitsphase umgewandelt werden kann.

Im Fahrtraining beschäftigen wir uns mit den Lektionen der Klasse E und A. Oftmals ist es aber auch sinnvoll eine Lektion aus einer höheren Klasse zu fahren um die gewünschte Lektion in der Ausfürung zu verbessern.

Heute haben wir uns zunächst mit den "Basics" beschäftigt. Gemeint sind:

- das Fahren einer ganzen Bahn: dabei kann man fast die komplette Hilfengebung besprechen, die bestimmenden Inhalte sind das Geradeaus fahren und das Durchfahren einer Ecke, sprich eine Viertel Volte. Mehr braucht man fast beim Dressurfahren an Hilfengebung nicht mehr!

- das Gerade einfahren auf die Mittellinie: zu klären gab es einmal, warum die Pferde schwanken  bzw. warum "trifft" der Fahrer die Mittellinie nicht.

- das Halten: verlangt wird die Unbeweglichkeit des Gespannes und das Stehen an den Hilfen. Auch hier wird wieder ganz deutlich, wenn wir nicht gezielt diese Lektion üben, kommt kein Fahrer beim freien Fahren auf die Idee, mal zu Halten. Dabei ist in jeder Dressuraufgabe mind. zweimal das Halten drin, beim Einfahren und beim Ausfahren. Diese Lektion sollte man sich innerlich übersetzen mit "dem ersten Eindruck und dem letzten Eindruck".

Außerdem haben wir uns mit den im neuen Aufgabenheft Fahren geforderten Lektionen aus den Klassen E und A auseinandergesetzt:

- das Rückwärtsrichten: diese Übung hat es zweifach in sich. Zum einen muss das Pferd willig rückwärts treten und zum anderen muss der Fahrer geschickt mit seiner Kutsche umgehen können, denn viele, gerade Einspännerkutschen, haben einen kurzen Radstand und schlagen sehr schnell ein.  Wie man pffifig die Kutsche beeinflussen kann und wie man sich einen leichten Hang, so wie an der Ausfahrt des Fahrplatzes, zu Nutzen machen kann, konnten wir heute erfahren.

- das Einhändige Fahren von Volten und Schlangenlinien: Dies war ein weiterer Schwerpunkt. Die Gefahr in dieser Lektion liegt meiner Meinung nach darin, dass der Fahrer nicht beherzigt, das Pferd/Gespann zwischen den Bögen gerade zu stellen (umzustellen). Es wird sich so sehr auf die "kraftvolle" Leinenführung konzentriert, dass gerade diese wichtigen Elemente in dieser Lektion verloren gehen. (Leider zum Nachteil für das Pferd). Aber auch dies konnte den Teilnehmern erfolgreich nahe gebracht werden.

 

Heute war das herrlichste Wetter was man sich nur wünschen kann. Die Sonne schien, aber noch nicht zu heiß, denn viele Ponys haben noch eine relativ dicke Pelzjacke an. Die Luft wunderbar frisch vom Regen der letzten Nacht. Sie blieb auch frisch, denn der Platz hatte dadurch ideale Bodenverhältnisse.

 

Elf Gespanne haben heute den Weg zum Fahrplatz gefunden. Für die meisten Pferde eine echte Herausforderung sich den Platz mal mit anderen Gespannen zu teilen. Das hat uns nochmal Anlass gegeben über die Bahnordnung zu schauen und die "alte" Diskussion anzufachen, ob man beim Fahren eines Zirkels mit der Deichsel über X fährt. Das steckt immer noch in vielen Ausbilderköpfen, aber sobald man mal mit zwei Gespannen auf dem Platz und auf den Zirkel fährt, wird es jedem klar, das man nicht entgegengesetzt zu zweit über X fahren kann!

Das korrekte Anfahren der Bahnpunkte war ebenfalls Schwerpunkt des heutigen Tages. Das unterschiedliche Anfahren mit dem Ein- und Zweispänner spielte dabei eine wesentliche Rolle.

In der Mittagspause haben wir uns dann um den Grill versammelt und bei Würstchen und Salat über das ein oder andere philosophiert und über die anstehenden Events diskutiert. Die "Musterjacke" unserer neuen Vereinskleidung ist rund gegangen und hat viele von ihrer "Schönheit" überzeugt!

Nach der Mittagspause haben wir den Fahranfängern Gelegeheit gegeben, die Leinengriffe auf das Gespann umzusetzen und die Fahrer, die ohne eigenes Pferd gekommen sind, durften dann auch ihre Übungseinheiten auf einem anderen Gespann absolvieren und auch eine weitere Vorstellung im Tandem fahren, diesmal mit anderen Pferden, hat zur Unterhaltung beigetragen.

Eine Teilnehmerin konnte nur mit ihren Pferden kommen und hatte sich dann von einen anderen die Kutsche ausleihen können. Kinder, die mit ihren Eltern auf dem Spaziergang waren, durften auch ein paar Runden mitfahren.

 

So war heute für jeden etwas dabei und durch das gute Miteinander ist jeder zum Fahren gekommen. Nun freuen wir uns auf das nächste Fahrtraining am 10.06.2012 bei hoffentlich wieder so gutem Wetter!